Ganz schön saftig

August 8th, 2011

Säfte tragen zum Obst- und Gemüseverzehr bei, erhöhen die Flüssigkeitszufuhr und sind praktisch bei wenig Zeit. Manche können sogar die Gesundheit fördern und Beschwerden lindern

Viele schwören auf das Glas frisch gepressten Orangensaft zum Frühstück oder die Apfelschorle nach dem Sport. Tatsächlich sind Säfte fester Bestandteil unserer täglichen Ernährung: Nach Angaben des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie trinkt jeder Deutsche jährlich 37 Liter Frucht- und Gemüsesäfte bzw. -nektare (s. a. „Kleines Saft-Lexikon S. 6). Säfte sind nicht nur lecker, sondern haben gleich mehrere Vorteile:

1. Sie erhöhen den Obst- und Gemüseverzehr auf einfache Art. Ernährungsgesellschaften empfehlen täglich fünf Portionen Obst und Gemüse („5 a day“). Für Menschen mit wenig Zeit ist dies oft schwierig zu erreichen. Praktisch ist eine Flasche Saft, die man auch ins Büro mitnehmen kann.

2. Säfte tragen zur Flüssigkeitszufuhr bei. Die empfohlene Trinkmenge pro Tag beträgt 1,5 bis 2 Liter – an heißen Tagen noch mehr. Da Säfte gut schmecken und sie Abwechslung auf dem Speiseplan bieten, ist man auch eher bereit, mehr zu trinken.

3. Viele Kinder sind Obst- und Gemüsemuffel. Karotten- oder Apfelsaft nehmen sie dagegen oft viel leichter an. Lecker und interessant sind auch Fruchtsaftmischungen.

 

Wichtig zu wissen: Obst- und Gemüsesäfte sollten den Verzehr von Gemüse und Obst nicht vollständig ersetzen, da ein Teil der Inhaltsstoffe (z. B. Ballaststoffe, hitzeempfindliche Vitamine) bei der Saftherstellung verloren geht. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn kann jedoch eine Portion Obst und Gemüse durch 200 ml Obst- oder Gemüsesaft ersetzt werden. Vorsicht bei übermäßigem Verzehr von mit Vitaminen und Mineralien angereicherten Säften. So werden z. B. ACE-Getränken isoliertes Beta-Carotin teilweise in hoher Dosierung zugesetzt. Dadurch kann die notwendige Aufnahmemenge von 2-4 mg Beta-Carotin am Tag schnell überschritten werden. Bei Rauchern kann sich durch zuviel Beta-Carotin (über 20 mg) das Lungenkrebs-Risiko erhöhen. Beachten Sie auch den Kaloriengehalt. So enthalten die meisten Säfte 40-50 kcal/100 ml, Traubensaft sogar rund 70 kcal/100 ml. Tipp: Reine Säfte ohne Zuckerzusatz bevorzugen und mit Wasser verdünnen.

 

Nachfolgend einige besonders gesunde Gemüse- und Obstsäfte:

 

Sauerkrautsaft: Er enthält jede Menge Vitamin C und Milchsäure. Eine mehrwöchige Kur mit Sauerkrautsaft unterstützt die gesunde Darmflora und hilft bei Verdauungsbeschwerden (insbesondere Verstopfung) sowie infektiösen Magen- und Darmentzündungen.

 

Karottensaft: Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, ist wichtig für den Sehvorgang, die Haut, Schleimhäute und die Infektabwehr. Im Vergleich zu rohen Möhren kann der Körper das Beta-Carotin aus Karottensaft besser verwerten, weil bei der Herstellung die Zellwände aufgebrochen werden. Beta-Carotin ist fettlöslich. Wer Karottensaft zu Mahlzeiten trinkt, nimmt dadurch meist auch Fett auf, sodass man sich den Extra-Löffel Öl sparen kann.

 

Tomatensaft: Kanadische Forscher vom St. Michael’s Hospital in Toronto fanden heraus, dass zwei Gläser Tomatensaft pro Tag das Osteoporoserisiko senken können. Verantwortlich hierfür ist vermutlich das darin enthaltene Lycopin. Es wirkt gegen freie Radikale, die die Körperzellen schädigen und den Knochenabbau fördern. Lykopin wirkt zudem als natürlicher Sonnenschutz. Mit nur 17 kcal./100 ml ist Tomatensaft zudem „figurfreundlich“.

 

 

Orangensaft: In ihm steckt viel abwehrstärkendes Vitamin C (20 mg/100 ml, in frisch gepresstem Saft sogar knapp 50 mg/100 ml). Ein Glas Orangensaft verbessert zudem die Eisenverwertung aus pflanzlichen Lebensmitteln. Tipp: Trinken Sie unbedingt das Fruchtfleisch mit – es liefert verdauungsfördernde Ballaststoffe. Magenempfindliche sollten auf säurearme Säfte zurückgreifen (oft als „mild“ deklariert).

 

Granatapfelsaft: Der neue Trendsetter unter den Früchten ist reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoide und Polyphenole. Diese können das Krebsrisiko senken und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall schützen.

 

Sauerkirschsaft: Vor und nach dem Sport getrunken, kann Sauerkirschsaft die körperliche Erholung fördern und Muskelkater vorbeugen, so eine britische Studie an der Northumbria University. Verantwortlich für diese Wirkung sind vermutlich die in den Kirschen steckenden Pflanzenchemikalien, allem voran die Anthocyane.

 

Apfelsaft: Er ist der beliebteste Fruchtsaft. Naturtrüber Apfelsaft enthält besonders viele gefäßschützende Polyphenole. Eine Apfelschorle (1 Teil Apfelsaft, 3 Teile Mineralwasser) ist der ideale Fitnessdrink nach dem Sport, bei geschäftlichen  Besprechungen oder langen Autofahrten: Er gleicht den Flüssigkeitsverlust aus und führt wichtige Mineralien (z. B. Kalium) zu. Die Kohlenhydrate aus dem Apfelsaft stabilisieren zudem den Blutzuckerspiegel.

 

Holundersaft: Neben Vitaminen (v. a. Vitamin C), Mineralstoffen (Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor) und lebenswichtigen Aminosäuren enthält Holundersaft entzündungshemmende und schleimlösende ätherische Öle. Heißer Holundersaft ist ein bewährtes Hausmittel zur Vorbeugung und Behandlung fiebriger Erkältungen.

 

Johannisbeersaft: Johannisbeeren sind besonders reich an Vitamin C (ca. 180 mg/100 g). Der Saft eignet sich daher gut zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen. Forscher vom Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven haben zudem herausgefunden, dass sich die Polyphenole in den Beeren positiv auf die Gehirnzellen auswirken und so möglicherweise vor Demenz und Alzheimer schützen.

 

Kleines Saft-Lexikon

Fruchtsaft: Besteht zu 100 Prozent aus Saft. Meist wird er aus Fruchtsaftkonzentrat gewonnen. Hierzu entzieht man dem frisch gepressten Saft unter Vakuumbedingungen das Wasser und verdünnt ihn später wieder. Direktsaft wird nach dem Pressen gefiltert und abgefüllt oder für die spätere Abfüllung eingelagert.

Fruchtnektar: Früchte, die von Natur aus viel Fruchtsäure oder Fruchtfleisch enthalten (z. B. schwarze Johannisbeeren, Sauerkirschen oder Bananen), werden mit Wasser und Zucker als Fruchtnektar genussfähig gemacht. Fruchtnektare müssen je nach Fruchtart einen Mindestfruchtgehalt zwischen 25 und 50 Prozent aufweisen.

Fruchtsaftgetränk/-schorle: Bei Fruchtsaftgetränken liefern die Früchte meist nur den Geschmack. Der Mindestfruchtgehalt liegt bei 6 bis 30 Prozent. Fruchtsaftschorlen setzen sich aus Fruchtsaft und Mineralwasser zusammen. Apfelsaftschorlen haben einen Fruchtsaftgehalt von mindestens 50, meist aber 60 Prozent.

Gemüsesaft: Gemüsesäfte werden unverdünnt aus Gemüse, konzentriertem Gemüsesaft oder konzentriertem Gemüsemark hergestellt. Er besteht daher zu 100 Prozent aus Gemüse.

Gemüsenektar: Hierbei handelt es sich um verdünnte Zubereitungen aus Gemüsesaft. Der Anteil an Gemüsesaft muss mindestens 40 Prozent betragen.

Quellen: Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie/www.was-wir-essen.de

 

Rezept: Erfrischender Fitmacher: Apfel-Karotten-Eisdrink

150 ml naturtrüben Apfelsaft, 50 ml Karottensaft, den Saft 1/2 Limette, 1-2 TL Ahornsirup und 1 Kugel (Ananas-)Eis in einen Shaker geben, gut durchmixen und in ein bauchiges Glas geben. Mit Zitrone und Melisse garnieren.

 

Seidelbast

Juni 19th, 2011

Seidelbastgewächs. Gedeiht in Laub-, aber auch in Nadelwäldern, bevorzugt kalkhaltige Schluchten und feuchte Uferzonen; auch in Gärten zu finden. Sommergrüner Strauch. Trägt bei Reife knallrote Beeren. Sie, aber auch die Rinde des Strauches, sind giftig. 10 Früchte können bereits tödlich sein.

Vergiftungserscheinungen: Durst, Bauchschmerz, Durchfall, fliegender Puls, Krämpfe, Kreislaufkollaps. Auch eine bloße Berührung mit den Früchten kann zu schweren Hautschäden mit Blasenbildung und Geschwüren führen.

Erste Hilfe. Sofort um Arzt.

Weiße Zaunrübe

Juni 18th, 2011

Kürbisgewächs. Ranke mit rübenartiger Wurzel. Wächst an Zäunen, Hecken, Gebüschen. Trägt schwarze, erbsengroße Beerenfrüchte. Beim Verzehr von etwa 5 Früchten treten Vergiftungserscheinungen mit Erbrechen und Durchfall auf. 15 Beeren sind für Kinder tödlich. Bei etwas mehr als der doppelten Menge kann bei Erwachsenen über Krämpfe und Lähmungen mit Atemstillstand der Tod eintreten. Äußerlicher Kontakt mit dem Saft der Pflanze führt zu schweren Hautentzündungen.

Sind diese Erscheinungen sichtbar, muss Erste Hilfe eingeleitet werden. Sofort zum Arzt!

Herbstzeitlose

Juni 18th, 2011

Liliengewächs. Wächst auf feuchten Wiesen und in Gärten. Ist beliebt wegen ihrer prächtigen violetten Blütenpracht. Die gesamte Pflanze ist giftig, besonders aber ihre Samen, von denen schon 1,5g für Kinder tödlich sind.

Vergiftungserscheinungen: Nach einigen Stunden Kratzen im Hals, Übelkeit, blutige Durchfälle, Krämpfe, Lähmungen bis hin zum Atemstillstand. Sofort zum Arzt! Erste-Hilfe-Maßnahmen sind meist nur wirksam, wenn sie sofort nach Einnahme in Anwendung gebracht werden.

Augen auf beim Sonnenbrillenkauf

Juni 4th, 2011

Für viele sind sie ein modisches Accessoire. Doch gute Gläser sollten vor allem UV- und Blendschutz bieten

Sie sind derzeit angesagt: große, plakative Retrobrillen in sportlicher Optik. Doch auch wenn man mit so mancher Sonnenbrille modisch punktet, heißt das noch lange nicht, dass sie auch ihren eigentlichen Zweck erfüllt: die Augen vor aggressiver UV-Strahlung und Blendung zu schützen.

„Bei starker Sonneneinstrahlung können sowohl das sichtbare als auch das unsichtbare Licht, also die UV-A- und UV-B-Strahlung, bleibende Schäden hervorrufen. Die Strahlen können z. B. Zellen der Netzhaut zerstören oder eine Trübung der Linse, den „Grauen Star“, begünstigen“, erklärt Dr. Wolfgang Wesemann, Leiter der Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln.

Häufig unterschätzt: UV-Strahlung bei trübem Wetter

Im Gebirge oder am Strand ist die UV-Strahlung besonders intensiv. Was viele unterschätzen: Auch trübes Wetter kann die Augen belasten. So haben Kieler Wissenschaftler herausgefunden, dass die Strahlungsintensität bei durchbrochener Bewölkung zeitweilig um bis zu 50 Prozent höher sein kann als bei wolkenlosem Himmel. Daher rät das Kuratorium Gutes Sehen, die empfindlichen Augen konsequent mit der richtigen Sonnenbrille zu schützen. Worauf Sie bei der Auswahl der Sonnenbrille achten sollten:

100-prozentiger UV-Schutz: Die Filterung der ultravioletten Strahlung findet im Innern des Glas- oder Kunststoffmaterials statt. Fehlt der UV-Schutz oder ist er zu gering, kann es zu Bindehautentzündungen, Hornhautreizungen oder Netzhautschäden kommen. Deshalb unbedingt auf das CE-Zeichen achten (steht meist auf der Innenseite des Bügels). Es entspricht den Anforderungen der EU-Norm und garantiert ausreichenden UV-Schutz. Allerdings gibt es keine Überwachungsinstanz, die diese Kennzeichnung prüft. Wer sicher gehen will, sollte seine Sonnenbrille beim Optiker kaufen.

Tönung: Die Tönung besagt, wie viel sichtbares Licht die Gläser aufnehmen und entscheidet damit über den Blendschutz. Die Tönungsgrade reichen von 0 (sehr helle Gläser) bis 4 (sehr dunkle Gläser). Für unsere Breiten empfiehlt sich ein Universalfilter der „Kategorie 2“, für südliche Gefilde, helle Wasserflächen oder das Gebirge eher ein dunklerer Filter der „Kategorie 3“. Wichtig: Bei der Auswahl der Tönung auch an die individuelle Lichtempfindlichkeit der Augen denken. So sind hellhäutige Menschen in der Regel lichtempfindlicher und benötigen eine entsprechend dunklere Tönung. Tipp: Am besten bei Tageslicht ausprobieren, welche Tönung als angenehm empfunden wird.

Qualität: Die Sonnenbrille sollte gut geschliffene Gläser haben. Sowohl Glas als auch Kunststoff sind geeignet. Allerdings ist Kunststoff empfindlicher gegenüber Verkratzungen (wichtig, wenn die Brille zum Sport benutzt wird!). Sehen Sie sich die Gläser vor dem Kauf gut an: Sie sollten keinerlei Schlieren, Blasen oder Einschlüsse aufweisen. Bei leichtem Fingerdruck darf das Glas nicht nachgeben. Außerdem sollte ein durch die Brille fixierter Gegenstand beim Hin- und Herdrehen nicht verzerrt erscheinen.

Farbe und Größe: Zwar gibt es inzwischen bei Sonnenbrillen eine breite modische Farbpalette. Wer seinen Augen etwas Gutes tun will, bleibt am besten bei braunen oder grauen Gläsern. Hierbei werden die Farben am wenigsten verfälscht (wichtig für Autofahrer!). Bei allen anderen braucht das Auge eine gewisse Reaktionszeit, um die Farbe zu neutralisieren. Was die Größe der Gläser betrifft: Die Brille soll sich möglichst den anatomischen Verhältnissen des Gesichts anpassen, damit die Augen von allen Seiten vor Reflexionen geschützt sind.

Bei Birkenpollenallergie Soja meiden

Juni 3rd, 2011

Birkenpollenallergiker sollten mit dem Verzehr von Sojaprodukten vorsichtig sein. Grund: In sojahaltigen Lebensmitteln stecken allergieauslösende Stoffe, die denen von Birkenpollen sehr ähnlich sind. Das gilt insbesondere für das Hauptallergen der Birke Bet v1. Dieses ist von seiner Struktur her mit dem Soja-Allergen Glym 4 vergleichbar. Dadurch kann es zu einer so genannten Kreuzreaktion kommen. Mögliche Folge sind Symptome wie Gesichtsschwellungen, stark juckender Ausschlag am ganzen Körper, Erbrechen, Durchfall oder Atemprobleme. Im schlimmsten Fall droht ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock. Leipziger Allergologen raten daher, vor allem unfermentierte Sojaprodukte wie Sojagetränke zu meiden. Wer weiß, dass er auf Sojaprodukte stark reagiert, sollte sich vom Arzt ein Notfallset mit Antihistaminika, kortisonartigen Präparaten und Adrenalin verordnen lassen. (Ärztezeitung)

So finden Sie das richtige Sonnenschutzmittel

Mai 24th, 2011

Neben des Höhe des Lichtschutzfaktors spielen noch weitere Faktoren eine wichtige Rolle

UV-Strahlen können nicht nur zu Sonnenbrand und Hautalterung führen, sondern langfristig auch das Hautkrebsrisiko erhöhen. Daher ist ein guter Sonnenschutz unverzichtbar. Doch das Angebot ist riesengroß. Worauf Sie bei der Auswahl des Sonnenschutzmittels achten sollten:

 

UVA- und UVB-Schutz

Für die Entstehung von Hautschäden und Hauttumoren ist nicht – wie früher vermutet – allein der kurzwellige ultraviolette Anteil (UVB) verantwortlich, sondern auch die langwellige UVA-Strahlung.

  • Kaufen Sie nach Möglichkeit nur Sonnenschutzprodukte, die einen UVA- und UVB-Schutz aufweisen. Die Bezeichnung „UVA/UVB-Schutzbalance“ nach dem neuesten Standard besagt, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes beträgt.

Lichtschutzfaktor (LSF)

Er gibt an, um welche Zeit sich der persönliche Eigenschutz verlängert, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Beispiel: 10 Minuten Eigenschutzzeit mal LSF 12 = 120 Minuten.

  • Grundsätzlich gilt: Je intensiver die Sonnenstrahlung und je empfindlicher die Haut, umso höher sollte der Lichtschutzfaktor (LSF) sein.
  • Personen mit heller und sehr empfindlicher Haut sollten mit LSF 20 bis 30 beginnen, bei heller Haut mit 16 bis 25. Normale und unempfindliche Haut kommt mit einem niedrigeren LSF aus (12 bis 20 bzw. 8 bis 16).
  • Kinderhaut ist dünner, empfindlicher und benötigt einen höheren Lichtschutzfaktor als Erwachsene. Ein guter Richtwert ist LSF 30. Bei besonders empfindlichen und sehr hellhäutigen Kindern LSF 50+ wählen.
  • Sunblocker (ab LSF 40) eignen sich besonders gut für die „Sonnenterrassen“ Nase, Schultern, Dekolletee und Fußrücken sowie beim Wassersport oder Wandern in den Bergen.

 

Filterart

Die meisten Sonnenschutzprodukte enthalten chemische UV-Filter. Sie dringen in die oberen Hautschichten ein, absorbieren die UV-Strahlung und machen sie so unschädlich. Im Gegensatz legen sich mineralische Filter wie Titan,- Zink- oder Magnesiumoxid wie eine Schutzschicht auf die Haut und reflektieren die UV-Strahlung.

  • Chemische Sonnenschutzmittel ziehen gut ein und hinterlassen keinen weißen Film wie mineralische Präparate mit hohem Pigmentanteil.
  • Einige chemische Filter stehen im Verdacht, hormonähnliche Wirkungen zu haben. Daher sollten Kinder, Schwangere und Stillende sicherheitshalber Produkte mit rein mineralischen Filtern wählen.
  • Vorsicht vor Sonnenschutzmitteln, die Oxybenzon (Benzophenone-3) enthalten. Dieser Stoff kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen und zu Rötungen und Bläschenbildung führen.

 

Konsistenz

  • Cremes sind besonders für trockene Haut und das Gesicht, Lotionen und Sprays für normale Haut, Gels für allergische Haut geeignet.
  • Wasserfeste Sonnenschutzmittel halten besser beim Schwitzen, müssen aber nach jedem Baden oder Schwimmen ebenfalls erneuert werden.
  • Beim Auftragen gilt: nicht sparen! Für den gesamten Körper sind 20-30 ml (mind. 1 Schnapsglas) notwendig. Sprays ca. 5-10 cm vom Körper entfernt halten und gleichmäßig in die Haut einreiben.

Petersilie – das gesunde Küchenkraut

Mai 17th, 2011

Blätter und Wurzel helfen gegen zahleiche Alltagsbeschwerden Glatt oder kraus – jeder kennt sie: Petersilie dient als Garnierung für kalte Platten und Salate ebenso wie als Würze für Suppen oder Gemüsegerichte. Nur wenige wissen jedoch, dass das Küchenkraut auch ein äußerst wirksames Naturheilmittel ist. Schon ein alter Volksspruch sagt über die Petersilie: „Bringt den Mann aufs Pferd und die Frau unter die Erd‘“. Während das grüne Kraut bereits in der Antike als potenzfördernd galt und die Häupter sportlicher Helden krönte, wurde der Samen früher in hoher Dosierung von Frauen zur Abtreibung verwendet. Was man heute sicher weiß: Petroselium crispum, dessen botanischer Name vom griechischen „petros“ = Felsen und „selinon“ = Sellerie abstammt, enthält zahlreiche gesunde Nährstoffe. Hierzu zählen neben ätherischen Ölen, wie Apiol (v. a. in glatten Sorten), die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Eisen sowie Provitamin A und Vitamin C.

Wie wertvoll Petersilie ist, haben auch Immunologen von der Universität Witten/Herdecke erkannt. Sie entdeckten im Küchenkraut die Substanz Apigenin, die im Labor die Teilungsrate und Wanderung von Darmkrebszellen hemmte. Ob dies auch beim Menschen der Fall ist, müssen noch weitere Studien klären. Tatsache ist, dass Petersilie aufgrund seiner durchblutungsfördernden, ausschwemmenden und entzündungshemmenden Wirkung bei zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden eingesetzt werden kann:

Erkrankungen der ableitenden Harnwege: Eine Durchspülungstherapie mit Petersilienkraut oder -wurzel hat sich bei Harnwegsentzündungen und zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß bewährt. Entsprechende Präparate (z. B. Tees, Dragees) sind in der Apotheke erhältlich.

Durchblutungsstörungen und Herzmuskelschwäche: Schon die heilige Hildegard von Bingen wusste: Petersilie kann die Durchblutung fördern, entwässern und so das Herz entlasten. Sie empfahl daher bei entsprechenden Beschwerden Honig-Petersilienwein: Hierzu 2 Bund Petersilie mit 2 EL Weinessig 5 Minuten lang kochen. 100 g Honig und 1 Liter Weißwein dazugeben, weitere 5 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen und durch ein Sieb in eine Flasche abfüllen. 2- bis 3-mal täglich 1 Likörglas trinken.

Hautprobleme: Petersilie hilft prima gegen unreine und fettige Haut. Ein Petersilien-Gesichtswasser ist schnell hergestellt: Hierzu 1 Handvoll frische Petersilie mit 100 ml 70-prozentigem Alkohol (aus der Apotheke) aufgießen und in einem fest verschließbaren Gefäß 1 bis 2 Wochen ziehen lassen, abseihen und mit 300 ml destilliertem Wasser auffüllen.

Müde, brennende oder geschwollene, gerötete Augen: Lange am Computer gearbeitet oder gelesen? Mit Petersiliensud werden die Augen schnell wieder frisch: 1 Handvoll frische Petersilie mit einem Viertel Liter kochendem Wasser aufgießen und mehrere Stunden lang ziehen lassen. Mit dem Sud die Augen spülen oder eine Kompresse eintauchen und auf die Augen legen. Bei Schwellungen: Den Sud in Eiswürfelbehälter füllen, im Tiefkühlfach aufbewahren und bei Bedarf mit einem Eiswürfel über die Augen fahren.

Hinweis: In der Schwangerschaft, bei entzündlichen Nierenerkrankungen, Ödemen infolge einer eingeschränkten Herz- und Nierentätigkeit keine großen Mengen Petersilie einnehmen. Vorsicht ist auch mit Petersiliensamen wegen des hohen Apiol-Gehalts geboten.

Sicher durch den Frühjahrsputz

Mai 17th, 2011

Schlieren, Flecken oder Staub verraten: Es wird mal wieder Zeit für einen ausgiebigen Frühjahrsputz. Doch Vorsicht: Wer mit Putzlappen und Eimer bewaffnet leichtsinnig auf Leitern herumturnt, riskiert schnell eine Verletzung. Stürze rangieren mit rund 80 Prozent ganz vorne auf der Hitliste der häuslichen Unfälle. Die Aktion „Das Sichere Haus“ hat einige Tipps für einen sicheren Frühjahrsputz:

Wichtig sind flache Schuhe mit guter Profilsohle, die leichtes Ausrutschen verhindern. Eng anliegende Kleidung ist sicherer als weite Ärmel oder lose Schürzenbänder: An ihnen kann man leicht hängenbleiben.

Putzen kann ganz schön anstrengend sein. Um sich nicht zu überfordern, sollten Sie ausreichend Pausen einlegen. Ausreichend trinken nicht vergessen!

Fenster möglichst nur von innen putzen. Falls sie auf beiden Seiten gereinigt werden müssen: Auf sicheren Stand achten. Die Außenseite des Fensterbrettes ist als Plattform tabu!

Stühle und Hocker nicht zum Daraufstellen nutzen. Besser: standsichere Tritte, Trittleitern und Haushaltsleitern (erkennbar am GS-Prüfsiegel für „Geprüfte Sicherheit”).

Eimer, Putzlappen und Reinigungsmittel können zu gefährlichen Stolperfallen werden – vor allem im Treppenhaus. Daher immer am Rand hinstellen und nicht mitten im Weg.

Halten Sie Reinigungsmittel, Sanitärreiniger und andere Haushaltschemikalien von kleinen Kindern fern.

Den Stecker des Staubsaugers in jedem Zimmer erneut in die Steckdose stecken. Verzichten Sie auf Verlängerungskabel, die quer durch die Wohnung verlaufen. Darüber kann man leicht stolpern.

Kardobenediktenkraut

Mai 17th, 2011

Einjährige, distelartig mit etwa 50 cm hohen verästeltem Stengel. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Für arzneiliche Zwecke wird sie auch Deutschland gelegentlich angebaut. Medizinisch interessant sind vor allem die Bitterstoffe (Cnicin), welche zur Behandlung dyspeptischer Beschwerden genutzt werden. Empfohlene Dosierung für eine „Benedikten-Tee-Kur“ bei gestörter Verdauung: 2-3 g Droge 2 mal täglich über 4-6 Wochen etwa eine Stunde vor dem Essen. Wichtig, die Teemischung mit kaltem Wasser ansetzen und langsam zum Sieden erhitzen. Nebenwirkungen (Allergien, Erbrechen) treten nur bei Überdosierung auf.